Die Kohlebaronin von Lauchhammer

Der Aufschwung der Lausitz kam nicht erst durch die Braunkohle. Er kam mit einer zielstrebigen Frau vor 300 Jahren. Benedicta von Löwendal gibt ein Beispiel für moderne Gründerinnen. Und sie zeigt, dass Strukturwandel schon einmal gelang. Erschienen in der Lausitzer Rundschau am 25. November 2019

Ein Ehekrise bei Löwendals brachte die Industrie nach Lauchhammer (Kreis Oberspreewald-Lausitz). Vor 300 Jahren war Scheidung nicht üblich. Freifrau und Freiherr von Löwendal trennten sich stillschweigend. Er blieb als Sächsischer Minister in Dresden. Sie ging zurück auf das Gut der Familie nach Lauchhammer. Sie sahen sich selten.

Für Lauchhammer war das ein Glück. Die Stadt konnte so erst entstehen. Es begann mit ein paar Waldnestern, in denen arme Bauern ackerten. Nun kam das Eisen. Die westliche Lausitz wurde vom gottverlassenen Winkel zu einer Industrieregion, wo an allen Enden Hochöfen rauchten. Möglich war das nur, weil Benedicta Margaretha von Löwendal (1683 bis 1776), die verlassene Ehefrau, unternehmerisches Talent bewies…

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