Die Retterin der Posamenten

Diane Maren Jende, 42, suchte nach einer neuen Herausforderung und fand einen vom Absturz betrohten Betrieb in Forst

Die Posamenten-Manufaktur in Forst ist eines der letzten Überbleibsel der Lausitzer Textilbranche. Ohne die Unternehmerin Diane Maren Jende wäre der Betrieb lange schon verloren. Erschienen in der Lausitzer Rundschau am 31. August 2020

Wenn Gäste kommen, schaltet Diane Maren Jende ihr größtes Schätzchen ein. Es ist ein Jacquard-Bandwebstuhl mit wahrscheinlich 150 Jahren auf dem Buckel. Das gute Stück ist so groß wie ein Zimmer und macht Lärm wie eine Dampflok. Es funktioniert wie ein analoger Computer. Das Muster steht auf einer Lochkarte. Die Borte, die hinten rauskommt, ist das beliebteste Produkt des kleinen Betriebs. „Die verkaufen wir nahezu täglich.“

Noch vor 100 Jahren ratterten solche Maschinen in ganz Forst (Kreis Spree-Neiße). Der Sound von Webstühlen erfüllte die ganze Stadt, als die noch ein Zentrum der Textilherstellung war und doppelt so viele Einwohner hatte als die heutigen 18 000. Geblieben sind leere Fabrikhallen und Museumsstücke. Jende aber betreibt kein Museum, sondern ein sehr lebendiges Unternehmen…

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