Ostsee ohne Wasser

Tagebau-Restlöcher in Badeparadiese zu verwandeln, ist ein gängiges Mittel des Aufräumens, wenn die Kohle ausgeschöpft ist. Aber was, wenn dabei die Natur nicht mitspielt? Ein Blick zum Cottbuser Ostsee offenbart die trockene Wahrheit. Erschienen in der Lausitzer Rundschau am 27. April 2021

Tief im Osten von Cottbus gibt es ein Loch, das keiner mehr gebrauchen kann. Es ist zu groß, um es zu ignorieren. Also dachte der Mensch: Füllen wir Wasser rein, dann haben wir einen See. Wir nennen ihn „Ostsee“, dieser Name zaubert schöne Gedanken. Wer Ostsee hört und aus den Osten kommt, der denkt an heiße Nächte im Zelt und an Fußballspiele ohne Hosen. Ostsee ist Urlaub. Ostsee weckt Erinnerungen an Frühstücks-Buffets im FDGB-Heim mit Dosen-Ananas und Eiersalat. Und an Lagerfeuer mit Liedern von Veronika Fischer aus dem Radio…

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